Reference Data Management – Definition & Lösung

Reference Data Management Definition

Reference Data Management (RDM) ist die Disziplin, kontrollierte Listen und Lookup-Werte – sogenannte Referenzdaten – zu definieren, zu pflegen und zu verteilen, auf die andere Systeme und Prozesse angewiesen sind. Dazu gehört die Festlegung gültiger Werte, die Verwaltung von Änderungsbefugnissen, die Kommunikation von Änderungen an nachgelagerte Systeme und die Konfliktlösung zwischen verschiedenen Versionen.

Worin unterscheidet sich RDM von MDM?

Master Data Management (MDM) verwaltet zentrale Geschäftsentitäten: Produkte, Lieferanten, Kunden. RDM verwaltet das unterstützende Vokabular, das diese Entitäten verwenden. In der Praxis wird RDM häufig als Komponente eines umfassenderen MDM-Programms behandelt, anstatt als separate Disziplin – doch in größeren Organisationen mit vielen integrierten Systemen verdient es dedizierte Verantwortlichkeit.

Was passiert ohne RDM?

Ohne verwaltete Referenzdaten sammeln sich mehrfache Darstellungen desselben Konzepts im Laufe der Zeit über Systeme hinweg an. Ein System speichert „Active", ein anderes speichert „active", ein drittes speichert „1". Das Zusammenführen oder die Berichterstellung über diese Systeme hinweg erfordert ständige Abstimmung. RDM verhindert diese Abweichung, indem es eine einzige verbindliche Quelle für gültige Werte etabliert und sicherstellt, dass alle Systeme damit synchronisiert bleiben.