Was ist Master Data Management?

Master Data Management Definition

Master Data Management (MDM) ist eine durch spezialisierte Software unterstützte Praxis zur Gewährleistung konsistenter, genauer und aktueller geschäftskritischer Daten in allen Systemen eines Unternehmens.

In den meisten Unternehmen existieren dieselben Daten an mehreren Orten. Ein Produkt kann im Warenwirtschaftssystem „x" heißen, auf der E-Commerce-Plattform „y" und im ERP etwas völlig anderes. Wenn diese Datensätze nicht übereinstimmen, gehen Bestellungen fehl, Berichte sind irreführend und Teams verschwenden Zeit mit der Abgleichung von Unterschieden. MDM-Software schafft eine autorisierte Hauptversion dieser Daten und synchronisiert sie systemübergreifend.

Welche Datentypen verwaltet MDM?

Die häufigsten Bereiche sind:

  • Produkte
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Standorte

In großen Organisationen können diese jeweils tausende Datensätze, dutzende Systeme und mehrere Regionen oder Sprachen umfassen. Im Einzelhandels- oder Fertigungsbereich ist Produktdaten normalerweise die höchste Priorität – hier kommt PIM als spezialisiertes Tool zum Einsatz.

Worin unterscheidet sich MDM-Software von PIM?

PIM konzentriert sich speziell auf Produktinhalte: Beschreibungen, Bilder, Attribute und alle Daten zum Verkauf eines Produkts. MDM ist breiter angelegt: Es umfasst alle geschäftskritischen Datenentitäten, nicht nur Produkte, und konzentriert sich mehr auf Datenkonsistenz in internen Systemen als auf die Aufbereitung von Inhalten für Vertriebskanäle. In der Praxis nutzen viele Unternehmen beide: ein PIM für Produktinhalte und eine MDM-Plattform, um Produkt-, Kunden- und Lieferantendatensätze in ERP, CRM und anderen Systemen synchronisiert zu halten.