Was ist Kundenstammdaten?

Definition von Kundenstammdaten

Kundenstammdaten sind der autorisierte, zentralisierte Datensatz der Kernidentitätsinformationen eines Kunden (Name, Kontaktdaten, Rechnungs- und Lieferadressen, Kontonummern und Beziehungsattribute), der organisationsweit über alle Systeme hinweg freigegeben wird.

Was gehört zu Kundenstammdaten?

Der Datensatz umfasst typischerweise Identifikationsinformationen (rechtlicher Name, Steuernummer, Kontonummer), Kontaktdaten (E-Mail, Telefon, Adresse), Segmentierungsattribute (Branche, Region, Kontotyp) und Beziehungsdaten (zuständiger Vertriebsmitarbeiter, Zahlungsbedingungen, bevorzugte Währung). Die genauen Felder variieren je nach Geschäftsmodell: Ein B2B-Unternehmen verwaltet mehr Vertrags- und Hierarchiedaten als ein B2C-Einzelhändler.

Warum muss es zentral verwaltet werden?

Ohne eine einzige autoritative Quelle fragmentieren sich Kundendatensätze über Systeme hinweg: eine Version im CRM, eine andere im ERP, eine dritte in der Abrechnungsplattform. Dies führt zu doppelten Konten, an die falsche Adresse versendeten Rechnungen und widersprüchlichen Sichten auf die Kundenhistorie. Ein Master Data Management (MDM)-Ansatz bestimmt ein System of Record und synchronisiert alle anderen von diesem aus.

Wie unterscheidet sich das von Transaktionskundendaten?

Stammdaten beschreiben wer der Kunde ist. Es sind stabile Attribute, die sich selten ändern. Transaktionsdaten beschreiben was der Kunde getan hat: Bestellungen, Zahlungen, Support-Tickets, Browsersitzungen. Beide sind durch die Kundenkennung im Stammdatensatz verknüpft, werden aber separat gespeichert und verwaltet.