Definition von ERP-Integration
ERP-Integration ist der Prozess der Verbindung eines Enterprise-Resource-Planning-Systems wie SAP, Oracle oder Microsoft Dynamics mit anderen Geschäftsanwendungen, sodass Daten automatisch zwischen ihnen fließen. Ein ERP enthält zentrale Betriebsdaten wie Bestandsniveaus, Preise, Bestellungen und Finanzdaten. Integration stellt sicher, dass diese Daten mit den Systemen geteilt werden, die sie benötigen, und dass Änderungen an einer Stelle überall reflektiert werden – ohne manuelle Neueingabe.
Wie hängt ERP-Integration mit PIM oder MDM zusammen?
Ein ERP und ein PIM-System halten unterschiedliche, aber überlappende Sichten auf dieselben Produkte. Das ERP verwaltet operative und kommerzielle Daten wie Preise, Bestände und Logistik, während das PIM umfangreiche beschreibende und Marketing-Inhalte verwaltet. Integration ermöglicht es jedem System, das zu leisten, was es am besten kann: Das ERP liefert verbindliche operative Zahlen, und das PIM bereichert diese um die für den Verkauf erforderlichen Inhalte. Eine MDM-Schicht sitzt häufig dazwischen, um Bezeichner abzustimmen und konfliktierende Versionen desselben Datensatzes zu vermeiden. Richtig umgesetzt hält ERP-Integration kommerzielle und Produktdaten in der gesamten Organisation abgestimmt.
Was ist der Unterschied zwischen ERP-Integration und System Integration?
Der Unterschied liegt in der Reichweite: System Integration ist die allgemeine Praxis, zwei oder mehr Anwendungen zu verbinden, damit sie Daten austauschen können, während ERP-Integration ein Spezialfall ist, bei dem eines dieser Systeme das ERP ist. Da das ERP üblicherweise das operative Rückgrat eines Unternehmens darstellt, ist die Integration damit in der Regel höherwertig und komplexer als eine typische Verbindung und beinhaltet kritische Daten wie Finanzen und Bestände, auf die viele andere Systeme angewiesen sind.