Definition: Datenmigration
Datenmigration ist der Prozess der Datenübertragung von einem System, Speicherort oder Format zu einem anderen – beispielsweise von Tabellenkalkulationen oder einem Legacy-ERP in ein neues PIM- oder MDM-System. Eine Migration ist mehr als nur eine Kopie: Daten werden in der Regel extrahiert, bereinigt, umstrukturiert und validiert, bevor sie in das Zielsystem geladen werden.
Wann migrieren Unternehmen Daten?
Häufige Gründe sind die Ablösung eines veralteten Systems, die erstmalige Einführung einer PIM- oder MDM-Plattform, die Zusammenführung von Daten aus mehreren isolierten Systemen zu einer einzigen Informationsquelle oder die Migration von einer lokalen Infrastruktur in die Cloud.
Wie funktioniert eine Migration?
Die meisten Migrationen folgen einer ähnlichen Abfolge: eine Prüfung der Quelldaten, eine Zuordnung zwischen alten und neuen Strukturen, Datenbereinigung und Deduplizierung, eine Test-Migration auf einer Teilmenge von Datensätzen, Validierung gegen ein einheitliches Schema und einen Satz von Geschäftsregeln und schließlich die vollständige Übertragung – entweder auf einmal („Big Bang") oder in mehreren Wellen.
Warum scheitern Migrationsprojekte?
Die häufigsten Ursachen sind unterschätzte Komplexität und schlechte Qualität der Quelldaten. Probleme, die im alten System unsichtbar waren – wie Duplikate, fehlende Werte und inkonsistente Formate – werden während der Migration sichtbar. Dies ist der Grund, warum Datenbereinigung und Validierung vor der Migration in der Regel länger dauern als die Übertragung selbst, und warum Migration und erste Datenbereinigung zu den am meisten unterschätzten Kosten in Datenmanagementi-Projekten gehören.