Definition unidirektionaler Datenfluss
Ein unidirektionaler Datenfluss ist eine Einweg-Integration, bei der Daten von einem einzelnen Quellsystem in ein oder mehrere Empfängersysteme fließen, ohne dass Daten in die andere Richtung zurückfließen. Die Quelle überträgt oder stellt Datensätze bereit; die Empfänger konsumieren diese, schreiben aber nie zurück zur Quelle.
Häufige Beispiele
Ein Lieferant sendet einen Produktfeed an das PIM eines Einzelhändlers – das ist ein unidirektionaler Fluss: Der Einzelhändler reichert die Daten an und publiziert sie intern, aber Korrektionen werden nie automatisch an den Lieferanten zurückgespielt. Ebenso ist ein MDM-System, das einen verifizierten Golden Record an eine E-Commerce-Plattform, ein Druckkatalog-System und einen Marketplace-Feed verteilt, unidirektional: Das MDM ist die System of Record und die nachgelagerten Systeme sind nur Konsumenten.
Wann ist es die richtige Wahl?
Unidirektionale Flüsse sind vorzuziehen, wenn ein System die klare Autorität für eine Datenentität ist und nachgelagerte Systeme diese nie überschreiben sollen. Sie sind einfacher zu steuern, leichter zu debuggen und weniger anfällig für zirkuläre Update-Konflikte. Die Data Lineage ist eindeutig, da jeder Datensatz einen einzigen, nachvollziehbaren Ursprung hat. Der Kompromiss besteht darin, dass Rückmeldungen von konsumierenden Systemen – Korrektionen, Anreicherungen oder Status-Updates – über einen separaten Prozess erfolgen müssen, statt automatisch zur Quelle zurückzufließen.